Grundlagen eines Gasgebläsebrenners
Eine gelb gekennzeichnete Gasleitung wird von den Stadtwerken in ihr Haus gelegt. Nach einem Gasgerätehahn oder auch Feuerungshahn ist ein Gasfilter miteingebaut. Als nächstes vermindert der Gasdruckregler den Eingangsgasdruck von 50mbar auf einen konstanten Druck von 20mbar. Die Gasmangelsicherung überprüft ob Gas vorhanden ist. Danach wird die Gasleitung mit einem Sicherheitsmagnetventil und Hauptgasmagnetventil abgesichert.
Wird der Gasgebläsebrenner eingeschaltet läuft der Brennermotor an und bläst Luft in den Brennraum. Man spricht von der Vorbelüftung, diese dauert ca. 30 sec und reinigt den Brennraum vor alten Gasen, die eine Explosion hervorrufen könnten. Beide Magnetventile werden bestromt und die Zündung wird aktiviert. Sobald Gas durch die Düse tritt, erzeugt der Hochspannungstrafo einen Zündfunken. Ist alles in Ordnung kommt es zur Flammenbildung. Die Gasflamme wird von einer Ionisationselektrode überwacht. Den Ionisierungseffekt kennen Sie auch von Leuchtstofflampen. Hier wird auch eine Gasstrecke mit Hochspannung zum Leiten gebracht. Die Sonde ist isoliert auf dem Gaskopf montiert. Bei Brennerbetrieb entsteht in der Gasflamme eine ionisierte Zone durch die ein gleichgerichteter Strom mit ca. 8µA fliesst. Tritt zwischen Sonde und Brennermasse ein Kurzschluß auf geht, der Brenner auf Störung. Bildet sich nach dem Start des Brenners keine Flamme, so wird nach Ablauf der Sicherheitszeit von max. 3sec der Brenner abgeschaltet, beide Gasventile schalten ebenfalls ab. Bei Flammenausfall während des Betriebs wird die Gaszufuhr sofort unterbrochen und der Feuerungsautomat löst innerhalb einer Sekunde die Störabschaltung aus. Ist beim Start des Brenners ein Luftmangel im Bereich des Brenners wird ebenfalls ein Einschalten verhindert.
Bei kurzzeitigen Stromausfall wird auch sofort der Brennerbetrieb abgeschaltet. Die Magnetventile arbeiten mit einer mechanischen Feder und einen Hubmagneten. Sobald am Hubmagnet keine Spannung anliegt, drückt die Feder das Ventil zu. Der Feuerungsautomat ist das Hirn des Brenners, er steuert den Ablauf des Brennvorgangs und regelt die Leitung. Der Kessel ist mit einem Temperaturfühler ausgestattet und öffnet sobald die Kesseltemperatur über 90°C erreicht hat. Der Gasdruckwächter und der Kesseltemperaturbegrenzer sind in Reihe geschaltet und gehen in den Eingang des Feuerungsautomat. Sobald einer öffnet stoppt der Feuerungsautomat den Brennvorgang. Sind alle Fehler wieder behoben kann, durch das Drücken des Entstörtasters ein Wiedereinschalten erfolgen. Der Feuerungsautomat hat ein Schauglas auf der Vorderseite, da können Sie den aktuellen Programmablauf des Brennvorgangs ablesen. Auf der Nockenscheibe sehen Sie ein Symbol, das im Störungsfall einen Hinweis gibt an welcher Stelle es zu einer Störung kommt.
Ihr Energiespar Team